Die Gattung „Harmoniemusik“, welche eine beinahe ausschließlich mit Bläsern besetzte Kammermusik meinte, war im späten 18. Jahrhundert an vielen Hofhaltungen eine äußerst intensiv gepflegte und beliebte Form des Ensemblespiels.  
Dabei spielten bei der Wertschätzung nicht nur musikalisch-ästhetische Momente eine Rolle, auch die finanziellen Rahmenbedingungen der Musikpflege in Schlössern und Residenzen hatten sich geändert. Reduzierte Haushalte, welche auch das Musikbudget betrafen, führten zu geringer besetzten Ensembles und der Notwendigkeit, den Verhältnissen angepasste Kompositionen, häufig auch Arrangements, zu schaffen.  
Für die Standardbesetzung der „Harmoniemusik“ mit 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Hörnern und 2 Fagotten, in der Regel verstärkt durch die Einbindung eines zusätzlichen 16 FußInstruments (Kontrabass oder Kontrafagott), entstehen nun auch Originalkompositionen und vor allem eine unüberschaubare Anzahl von Bearbeitungen.  
„Bis Sonntag acht tag muß meine Opera auf die harmonie gesetzt seyn – sonst kommt mir einer bevor- und hat anstatt meiner den Profit davon“, schreibt Mozart in einem Brief vom 20.7.1782. Und auch Beethoven legt einige seiner Werke gleichzeitig mit der Originalfassung in Bearbeitungen (unter seiner Aufsicht) vor. Es ist eben nicht nur das rein monitäre Interesse (siehe Mozart-Zitat oben), das die Komponisten zu eigenen Bearbeitungen veranlasst, sondern daneben die Bemühung um möglichst ’saubere‘ Übertragung. Denn dass der Eindruck vom jeweiligen Werk mit der Güte des Arrangements steht und fällt, liegt auf der Hand.    

 
Besetzung  
2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Hörner, 2 Fagotte und Dirigent